Veröffentlicht: Donnerstag, 27. April 2017 22:23

Sometimes you win, sometimes you learn: Neid und Missgunst Sometimes you win, sometimes you learn...

Neid ist eines der Gefühle, die die meisten von uns nicht mögen - vielleicht weil es so offensichtlich erscheint, dass man mit dem Selbstwert zu kämpfen hat, wenn man neidisch ist. Ganz selten gibt es jemand spontan zu, Neid zu kennen. Dabei ist Neid einfach nur das Gefühl, das auftaucht, wenn jemand anders was hat, was man auch gern hätte.  

Unangenehmer wird es mit der Missgunst. Missgünstig zu sein, in der Phantasie Dinge zu zerstören, die jemand anders hat, jemandem einen Schaden zu gönnen, vielleicht zu intrigieren oder andere Dinge zu tun, um jemandem etwas abspenstig zu machen oder etwas kaputt zu machen, ist schon schwieriger. In aller Regel fällt es auf einen selbst zurück, wenn man negative Taten setzt oder in Gedanken allzu missgünstig ist. Wir müssen mit den Gefühlen und Gedanken leben, die wir in uns verstärken und nähren. Ihr Kollege mit dem besseren Job trotz schlechterer Ausbildung wird nicht darunter leiden, wenn Sie missgünstig und bitter werden. Er wird fröhlich weiter seinen Audi fahren. 

Drei Dinge, die uns Neid und Missgunst lehren können

Natürlich kann es sehr belastend sein, wenn man spürt, wie intensiv diese Gefühle werden können und die Gedanken um ein Thema kreisen und sich kaum ablenken lassen. Das heißt, es geht darum, die Verantwortung für die eigenen Gefühle übernehmen zu lernen und sie nicht auch noch zu intensivieren, indem Sie ständig darin eintauchen. Ein erster Schritt wäre zu erkennen, was diese Gefühle über Sie sagen. Was hätten Sie denn gern in Ihrem Leben, was Sie derzeit nicht haben und was so intensive Gefühle auslöst? 

Was wir von Neid und Missgunst außerdem lernen können ist, dass wir auch Schattenseiten haben. Niemand ist immer nur "gut" und "nett" und das ist auch vollkommen undramatisch und normal. 

Wir können außerdem erkennen, wohin uns unser Wollen zieht - wenn ich meinen KollegInnen ihre volle Praxis neide, dann tue ich gut daran, darüber nachzudenken, wie ich meine auch voll kriege und meine Ideen in Taten umsetze.

Wenn wir uns diese drei Dinge mitnehmen - Verantwortung für die eigenen Gefühle wahrnehmen lernen, das eigene Negative akzeptieren und den Neid als eigenes Wollen zu sehen  - haben wir diese unangenehmen Gefühlen schon genützt und zu entschärfen begonnen.